Interview mit Bluefin SUP

Interview mit Bluefin SUP, Interview mit Bluefin SUP

https://www.sustaineurope.com/an-interview-with-bluefin-sup-20191028.html

Das Stand-up-Paddling erlebt gerade einen riesigen Boom. Die Sportart vereint die Aspekte Ruhe, Abenteuerlust sowie sportliche Aktivitäten wie Paddle-Board-Yoga oder SUP-Racing-Wettbewerbe und das alles in freien Natur – und da die SUPs ohne Batterien oder Motoren betrieben werden und somit umweltfreundlich sind, wird ihre Popularität noch weiter anwachsen. Das ist eine großartige Nachricht für Bluefin SUPs.

Das Unternehmen mit Sitz in Großbritannien beschreibt sich selbst als „Familienunternehmen mit Meeres-Spirit“, welches mit viel Leidenschaft erschwingliche Premium-SUP-Boards ohne Qualitätseinbußen herstellt.

Bluefin hat viele Jahre damit verbracht, seine Boards zu perfektionieren und diese Mühen haben sich ausbezahlt: Die Marke hat in den letzten beiden Jahren den Preis für das „Beste Aufpumpbare SUP“ gewonnen.

Bluefin verkauft mehr Komplett-Kits als Boards. Jedes Board wird mit qualitativ hochwertigem Zubehör ausgeliefert und das Cruise-Modell verfügt sogar über ein Umrüstungs-Kit, mit dem man das Board in ein Kayak umzuwandeln kann. Die Boards werden mit Hilfe der EXO-Oberflächen-Laminierungs-Technologie hergestellt und halten einem Druck von bis zu 28 PSI Druck stand. Zudem schützt eine qualitativ hochwertige Beschichtung vor UV-Strahlung und das Deckpad in Crocodile-Diamond-Form sorgt für einen guten Halt. Diese Premium-Materialien (die manchmal Militärstandard entsprechen) sorgen für Langlebigkeit sowie für die „unendliche Lebensdauer“, auf die das Unternehmen abzielt. Diese Boards sind nicht dafür gedacht, um weggeworfen zu werden, sondern um behalten, weiteregegeben oder gespendet zu werden. Dies ist ein weiterer Pluspunkt des Unternehmens, nämlich die starke lokale Verbindung und das Spenden von Boards an Paddler, die sich für den Umweltschutz einsetzen.

Das Unternehmen Bluefin möchte Boards für alle Altersgruppen und alle Fähigkeitsniveaus herstellen und sagt, dass „es für jeden ein Bluefin-Board gibt“. Das Mammoth 18′-Modell ist groß genug für die gesamte Familie und das Cruise Junior 8′-Modell ist perfekt für Kinder oder Erwachsene geeignet, die kleiner als 1,60 m sind. Für Race-Fans gibt es das schnelle Sprint-Modell und Yoga-Fans und Geschwindigkeits-Junkies präferieren das extra-stabile und extra-breite Voyage-Modell. Die Cruise-Boards sind in zahlreichen Größen erhältlich und wie alle Allround-Boards so konzipiert worden, dass ein Paddel-Board für unterschiedliche Aktivitäten benutzt werden kann. Auch hier stehen also die Aspekte Multifunktionalität und Umweltschutz im Vordergrund. Es scheint wirklich so, als würde es für jeden ein Bluefin-Board geben und vermutlich wird auch schon bald fast jeder eins besitzen!

*Quelle: SUPBoardGuide DE

Interview mit Bluefin SUP, Interview mit Bluefin SUP

Bluefin hat innerhalb der Welt der aufpumpbaren SUPs einen großen Eindruck hinterlassen und gewann sogar in den letzten beiden Jahren zweimal hintereinander den Preis für das beste aufpumpbare SUP. Worin bestehen die Geheimnisse Ihres Erfolgs?

Ich weiß nicht, ob wir nur ein einziges Geheimnis haben, aber es gibt auf jeden Fall einige Dinge, die dazu beigetragen haben, dass wir als führende Paddel-Board-Marke immer stärker sichtbar werden. Zunächst einmal sind das natürlich unsere Boards selbst. Die Qualität, Zeit und Mühe, die wir in das Design unserer Paddel-Boards stecken, führen dazu, dass wir einige großartige Bewertungen und Einfluss in der Branche erhalten konnten. Innerhalb der Paddel-Board-Community sprechen die Leute miteinander, da es sich um eine meinungsgeführte Sportart handelt. Die Tatsache, dass wir ständig auf unser Kunden-Feedback hören und unsere Boards permanent weiter verbessern, hat bewirkt, dass wir ein tolles Board anbieten können, über das die Leute reden. Wir stehen wirklich in engem Kontakt mit unseren Kunden, was bedeutet, dass wir direkt von der Quelle erfahren, was sie sich wünschen und was wir liefern sollen. Dies führt mich zu meinem zweiten Punkt, nämlich unserer Community. Wir haben großes Glück, eine solch engagierte Bluefin-SUP-Community zu haben. Über unsere Community erhalten wir nicht nur direktes Produkt-Feedback, sondern auch Zugang zu tollen Bildern und Videos von unseren Kunden. Im Marketing-Bereich verwenden wir aktuell nur noch Fotos, die unsere Paddler gemacht haben. Ich denke, dass dies alles einen direkten Einfluss darauf hat, wie wir uns als Marke weiterentwickeln, da die Menschen sich selbst in den Inhalten wiedererkennen, die wir generieren. Wir haben eine solche große und wunderbare Bandbreite an Paddlern, die allesamt beweisen, wie zugänglich der Paddelsport ist.

Ihre SUPs haben sich den Ruf erarbeitet, zu den stabilsten und widerstandsfähigsten iSUPs auf dem Markt zu gehören. Wieso heben sich Bluefin SUPs von der Masse ab?

Was den Bau unserer Boards angeht, so stimme ich Ihnen voll und ganz zu. Wir haben sichergestellt, dass die Konstruktion unserer Boards die höchsten Qualitätsansprüche erfüllt. Dies ist etwas, was wir genauestens überprüfen und wir haben uns damit viel Zeit gelassen. Wie ich bereits gesagt hatte haben wir uns bei der Konstruktion unserer Boards von Branchen-Experten und von unseren Kunden leiten lassen. Neben der umfangreichen Forschung unseres Entwicklungsteam sind wir ebenfalls davon überzeugt, dass wir über eine einzigartige Bauweise und über das beste iSUP-Design auf dem Markt verfügen. Unsere Boards verfügen über ein thermoversiegeltes Deckpad, was den besten Halt bietet und besitzen eine verstärkte Drop-Stitch-Technologie, damit sie Militärqualitätsanforderungen entsprechen und zudem extrem widerstandsfähig sind. Diese Boards sind einfach nicht unterzukriegen!

Welchen Ratschlag würden Sie einem Kunden geben, um ihm dabei zu helfen, das bestmögliche SUP auszusuchen?

Wenn ein Kunde zu uns kommt und keine Ahnung hat, welches Board er sich kaufen soll, dann stellen wir ihm einige Fragen. Zunächst einmal fragen wir ihn, wofür er das Board benutzen möchte. Möchte er Yoga machen oder lange Touren, möchte er Rennen bestreiten oder möchte er sich ein Kayak zulegen? Für all diese Aktivitäten bieten wir unterschiedliche Boards. Danach fragen wir ihn nach seiner Körpergröße und nach seinem Gewicht und möchten ebenfalls wissen, ob er Kinder oder Hunde auf seinem Board transportieren möchte (überraschenderweise paddeln sehr viele Menschen zusammen mit ihren Hunden!). Körpergewicht und Körpergröße sind sehr wichtige Angaben, um das richtige Board auszuwählen, denn wenn man zu groß für das Board ist kann es sein, dass man das Gleichgewicht verliert. Wenn man jedoch ein Board auswählt, das zu groß für die eigene Körpergröße ist, dann kann es passieren, dass man nicht mehr effektiv paddeln kann. Auf unserer Webseite findet sich hierzu eine umfassende Anleitung: https://bluefinsupboards.com/which-board/

In der letzten Zeit konnten wir beobachten, dass bei immer mehr stabilen Boards und Surfboards recycelte, wiederverwertete und erneuerbare Materialien verwendet werden, um das Thema Nachhaltigkeit in den Herstellungsprozess zu integrieren. Traurigerweise haben Hersteller von aufpumpbaren SUPs diesen Trend zur Veränderung ihrer harten Teile nicht so schnell übernommen. Können Sie uns sagen, Bluefin diesem Trend folgt oder nicht?

Wir sind aktuell auf der Suche nach Möglichkeiten, um unsere Boards so nachhaltig wie möglich herzustellen. Wir haben recycelte Plastikteile angefragt, aber wir müssen sicherstellen, dass wir wissen, woher dieses Plastik kommt. Wir haben schon Horrorgeschichten von Leuten gehört, die „nachhaltiges Plastik“ gesucht haben und am Ende kein sortenreines Plastik erhalten haben. Aktuell integrieren wir den Aspekt Nachhaltigkeit in unseren Rückgabe-Prozess, indem wir sicherstellen, dass dieser abfallfrei ist. Wir reparieren Boards und verkaufen (oder spenden) sie als „generalüberholte Modelle“. Dieser Prozess führt dazu, dass die Boards nicht einfach entsorgt werden, obwohl er viel Zeit in Anspruch nimmt. Wir suchen jedoch immer nach Möglichkeiten, um den Aspekt der Nachhaltigkeit in unserem Verkaufs- und Herstellungsprozess noch weiter zu verbessern..

Interview mit Bluefin SUP, Interview mit Bluefin SUP

Wie wichtig ist das Thema Nachhaltigkeit für Ihr Unternehmen?

Sehr wichtig. Ich bin der Meinung, dass sich in der heutigen Zeit die Frage überhaupt nicht mehr stellt, ob Nachhaltigkeit eine Hauptpriorität eines Unternehmens sein soll. Wir führen unser Bluefin-Hauptquartier papierlos und setzen auf Recycling-Maßnahmen. Wir nutzen Car-Sharing-Angebote und viele von uns fahren mit dem Fahrrad zur Arbeit. Wir sind ein sehr junges Unternehmen, sodass wir große Entscheidungen bisher noch nicht treffen konnten. Für uns wird das Thema Nachhaltigkeit jedoch immer an oberster Stelle stehen, wenn wir Entscheidungen innerhalb eines jeden Bluefin-Prozesses treffen.

Wir unterstützen ebenfalls Paddler, die sich für die Kampagnen „Surfers Against Sewage“, „3-minute beach clean“ und „Plastic Patrol“ einsetzen. Wir spenden Boards, um ihnen bei ihrer Plastiksammel-Mission zu helfen. Eine unserer Paddlerinnen, Jo Mosely, hat gerade einen Trip von knapp 270 km innerhalb Großbritanniens absolviert und während der Reise dabei die Wasserläufe gereinigt.

SUPs werden immer mehr Teil von nachhaltigen Tourismus-Erfahrungen. Welche Rolle können SUPs Ihrer Meinung nach spielen, wenn es darum geht, zum Wachstum des sogenannten Ökotourismus beizutragen?

SUPs und insbesondere iSUPs können sicherlich eine große Rolle im Ökotourismus spielen. Sie haben keinen Motor und keinen Akku und sind kompakt genug, dass man sie an jeden Ort transportieren kann. Zudem sind unsere Boards erschwinglich, was bedeutet, dass sich Unternehmen unsere Boards kaufen und sie in ihren Resorts und Hotels verleihen können. Dies bringt diesen Unternehmen mehr Umsatz und steigert auch die Bekanntheit dieses umweltfreundlichen Sports.

Unsere Boards passen in einen Rucksack. Dies ermöglicht es den Menschen, um ganz einfach an Orte zu gelangen, die man nur schwer erreichen kann. Dies könnte bedeuten, dass Ort, die aufgrund ihrer Lage (abgelegene Strände) ganz leicht von Paddlern erreicht werden könnten.

Worin besteht Ihre Vision in Bezug auf die Zukunft des Paddelsports?

Der Paddelsport geht Hand in Hand mit dem Thema Nachhaltigkeit. Beim Paddeln ist man sich seiner Umgebung sehr bewusst, weil man sich auf dem Wasser und fernab der Technik befindet. Wir haben herausgefunden, dass die Menschen oft nicht mit den Dingen einverstanden sind, auf die sie stoßen, wenn sie in ihren örtlichen Wasserstraßen paddeln. Plastik, Müll und Abfall verschmutzen unsere Wasserstraßen und das tritt sehr deutlich zu Tage, wenn man darin paddelt. Wir haben herausgefunden, dass unsere Kunden ein neues Bewusstsein des Umweltproblems bekommen, dem wir aktuell gegenüberstehen. Dankenswerterweise bietet der Paddelsport jedoch neben einem erhöhten Problembewusstsein auch eine Lösung. Die Paddler benutzen ihre Boards nun dazu, um die Wasserstraßen zu reinigen, weil sich die Boards sehr gut dazu eignen. Dies ist etwas, was wir aktiv fördern, während der Paddelsport eine immer beliebtere Freizeitbeschäftigung wird.

Wir beobachten, dass die Herstellung von aufpumpbaren SUPS immer nachhaltiger wird. Wir hoffen, dass dies zum Branchenstandard wird, wenn mehr Forschung darüber betrieben wird, wie man Öko-Boards effektiver herstellen kann. Wir denken über das Thema „GreenFin“ (noch kein finaler Name!!) nach und führen Gespräche über recycelte Plastik-Boards, aber aktuell warten wir einfach nur darauf, dass die Technologie die Umsetzung dieser Ideen möglich macht.

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